Formenbau

"Für spiegelglatte Oberflächen formen wir einen Spiegel ab" (Prof. Herbert Funke)

Faserverbundwerkstoffe sind im Ausgangszustand flexibel und formbar. Daher werden sie zum Aushärten in Formwerkzeugen abgelegt. Das Verbundbauteil reflektiert exakt die Konturen und die Oberflächenbeschaffenheit des Formwerkzeuges. Die Qualität der Form entscheidet somit über die Güte des Endproduktes.

Beim Bau einer Form muss der spätere Einsatzzweck berücksichtigt werden. Für den Fall, dass die Bauteile zur Laminatverdichtung oder zur Herstellung von Sandwichbauteilen unter Vakuumdruck aushärten, sollte der Formenrand entsprechend gestaltet sein. Sollen die späteren Bauteile mit Hochtemperatur Prepregs hergestellt werden, ist eine Beheizung des Formenwerkzeuges sinnvoll.

Später einzulegende Metallinserts für die Bauteile werden am sichersten durch Fixierungsmöglichkeiten in der Form platziert. Auf diese Weise wird sicher gestellt, dass Krafteinleitungsstellen bei jedem Bauteil an exakt dem gleichen geometrischen Ort zu finden sind.

Die Auswahl des Werkstoffes für die Form, und die Herstellungsmethode ergeben sich aus den Ansprüchen hinsichtlich Stabilität, Maßhaltigkeit, Wärmeformbeständigkeit und der geplanten Bauteil- Stückzahl. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern decken wir alle Varianten ab. Ob aus dem vollen Stahl- oder Aluminiumblock gefräst, Urmodelle aus Schaum, die bepastet und endkonturgefräst werden, oder das Abformen bestehender Konturen inklusive nach geschalteter Optimierung. Alle gängigen Methoden stehen zur Auswahl.

9m lange Tenderbootsform aus Schaum gefräst
Formen für Schweller der Langversion der S- Klasse aus Laminierkeramik